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Frau Eva Kampf hat sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit meinem Roman „Appetit auf Blutorangen“ beschäftigt. Ich habe die Arbeit mit großem Interesse gelesen und will sie Ihnen nicht vorenthalten.
Sollten Sie Fragen an Frau Kampf haben, können Sie über mich Kontakt zu ihr aufnehmen.
An dieser Stelle möchte ich Frau Kampf ganz herzlich für die Genehmigung des Abdruckes danken.
Analyse des Kinderromans „Appetit auf Blutorangen“ von Guido Kasmann unter Berücksichtigung neuerer Literaturtheorien
(Ausschnitt)
4. Empfehlung für die Grundschule
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich halte es für didaktisch sehr wertvoll. Hier werden die verschiedensten Beziehungsprobleme von Kindern im Grundschulalter vertieft – auf einer sehr realitätsnahen Ebene. Verliebtsein, Sexualität, gute Freunde haben, Zusammenhalt unter Freunden, Probleme lösen, Elternkonflikte, Eifersucht, Schulangst – all diese Themen werden gekonnt aufgegriffen. Das Gespenst Gregor übernimmt die Rolle des „Beziehungskatalysators“, das heißt, es hilft Kathi, die Beziehungen zu anderen Personen zu reflektieren und zu bewerten – eine innovative Lösung des Autors, (die nebenbei bemerkt unter einem anderen Gesichtspunkt gar nicht so neu ist: denn wer hat als Kind nicht an lebendige Kuscheltiere oder imaginäre Freunde „geglaubt“, die einem immer als gute Freunde mit Rat und Tat zur Seite standen.)
Als Lektüre für die 3. oder 4. Klasse halte ich diesen Kinderroman daher für sehr geeignet. Die Schriftgröße ist für Kinder geeignet, die Illustrationen machen die Geschichte anschaulich und die einzelnen Kapitel eignen sich gut für den Unterricht: man kann die Thematik der einzelnen Kapitel aufgreifen und Kapitel zusammenfassen oder zusammen lesen.
Kreative Aufgaben, wie z.B. „Schreibt das Telefonat zwischen Bernd und Mona auf!“ oder die spezielle Frage „Gibt es Gespenster eigentlich?“, bieten sich an; eventuell sogar ein Burg-Besuch.
Die Schüler einer Klasse können sich vielleicht mit Kathis Schulklasse identifizieren. Vielleicht gibt es eine „verliebte Kathi“, eine „ängstliche Tina“ oder einen „Anführer Markus“, denen dieser Roman eine Hilfe sein kann, eigene Fehler oder Probleme einzugestehen und zu bewältigen. Vielleicht gibt es auch Kinder, denen der Alltag von Kathi völlig fremd ist, z.B. wenn sie viele Geschwister haben oder wenn ihre Eltern weniger liebevoll als Kathis Eltern sind und wenig Zeit für sie haben. Probleme können in der Klasse besprochen werden und die Kinder lernen sich selber, aber auch untereinander besser kennen, was wiederum den Klassenzusammenhalt stärkt.
Auch sprachliche Mittel können anhand dieses Romans verdeutlicht werden, zum Beispiel der offene Einstieg in eine Geschichte oder den Gebrauch der wörtlichen Rede.
Kurz gesagt gibt es viele Punke, die dafür sprechen, das Buch in der Grundschule zu lesen.
Außerdem plädiere ich dafür, nicht nur die „alten Schinken“ in der Schule zu lesen, sondern für neue Autoren offen zu sein, die innovative „Schülerromane“ schreiben.
Wenn Sie die ganze Arbeit lesen wollen, können Sie sie hier als PDF-Datei herunterladen. |
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